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Geschrieben von: Ulrich Schirrmann   
Die gesetzlichen Krankenkassen kommen für Hilfsmittel auf, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorbeugen oder eine bereits vorhandene Behinderung ausgleichen. Ein Anspruch kann auch im Rahmen von medizinischen Vorsorgeleistungen bestehen, beispielsweise wenn die Versorgung mit einem Hilfsmittel notwendig ist, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Bei Hilfsmitteln gibt es eine breite Palette von Produkten: Von Inkontinenzhilfen und Kompressionsstrümpfen über Schuheinlagen, Prothesen und Orthesen bis hin zu Rollstühlen und Hörgeräten. Die Versorgung mit einem Hilfsmittel muss von der Krankenkasse grundsätzlich vorher genehmigt werden, soweit diese nicht (z.B. für bestimmte Hilfsmittel oder bis zu einer bestimmten Wertgrenze) darauf verzichtet hat. Dies gilt auch dann, wenn das Hilfsmittel von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt verordnet wurde.

Seit 1.1.2010 erfolgt die Versorgung der Versicherten nur noch durch Vertragspartner der Krankenkassen. Vertragspartner der Krankenkassen können nur Leistungserbringer sein, die die Voraussetzungen für eine ausreichende, zweckmäßige und funktionsgerechte Herstellung, Abgabe und Anpassung der Hilfsmittel erfüllen. Die Krankenkassen stellen sicher, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind.

Die Versorgung mit Hilfsmitteln kann auch über Ausschreibungen erfolgen, soweit dies zweckmäßig ist. Hat eine Kasse zum Beispiel einen absehbaren Bedarf an Rollstühlen, um ihre Versicherten angemessen zu versorgen, kann sie die erforderliche Menge unter Vorgabe klarer Qualitätsstandards öffentlich ausschreiben. Wenn Ausschreibungen nicht durchgeführt werden, können die Krankenkassen Rahmen- oder Einzelverträge über die Versorgung mit Hilfsmitteln abschließen.

Die Versicherten können grundsätzlich alle Leistungserbringer in Anspruch nehmen, die Vertragspartner ihrer Krankenkasse sind. Im Falle von Ausschreibungen erfolgt die Versorgung durch einen Leistungserbringer, der den Versicherten von der Krankenkasse zu benennen ist (Ausschreibungsgewinner). Versicherte können ausnahmsweise einen anderen Leistungserbringer wählen, wenn ein berechtigtes Interesse besteht. Dadurch entstehende Mehrkosten haben sie dann selbst zu tragen.
 
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