Sehhilfen - Brillen Drucken
Geschrieben von: Ulrich Schirrmann   

Einen Leistungsanspruch haben Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Erwachsene Versicherte haben nur noch bei schwerer Sehbeeinträchtigung einen Anspruch auf Sehhilfen /Brillen. Anspruch besteht außerdem auf therapeutische Sehhilfen zur Behandlung von Augenverletzungen und Augenerkrankungen.

Soweit ein Anspruch besteht, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die erforderlichen Sehhilfen in Höhe der vertraglich vereinbarten Preise, maximal bis zur Höhe der jeweils geltenden Festbeträge.

Wer 18 Jahre und älter ist, trägt sämtliche Kosten für Sehhilfen selbst – mit folgenden Ausnahmen: 

Therapeutische Sehhilfen, sofern sie der Behandlung von Augenverletzungen oder -erkrankungen dienen (beispielsweise besondere Gläser, Speziallinsen, Okklusionsschalen). Bei welchen Indikationen therapeutische Sehhilfen verordnet werden können, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) festgelegt.
Schwere Sehbeeinträchtigung - das bedeutet: Wenn Sie auf beiden Augen eine Sehbeeinträchtigung mindestens der Stufe 1 nach der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Klassifikation aufweisen. Ob diese Voraussetzungen vorliegen und Sie grundsätzlich einen Anspruch auf geeignete Sehhilfen – z.B. auf Lupengläser, Fernrohrbrillen oder elektronisch vergrößernde Sehhilfen, ein sogenanntes Bildschirmlesegerät – haben, erfahren Sie von Ihrem Augenarzt. 
 

Nähere Informationen zur Klassifikation von Sehbeeinträchtigungen erhalten Sie beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information.

Aktualisiert ( Freitag, 22. Oktober 2010 um 15:04 )